Aenderungen bei den Steuern des Kantons Bern

  • Wegfall des pauschalen Abzuges für Berufsauslagen von maximal Fr. '7200.-- ab 2014

    Bis Ende 2013 konnten bei den Staats- und Gemeindesteuern für die Berufsauslagen unselbständig Erwerbender ein Abzug von zwanzig Prozent des Nettolohnes, maximal von Fr. 7'200.-- vorgenommen werden, sofern die effektiven Berufsauslagen tiefer waren.

    Ab dem Steuerjahr 2014 dürfen bei den Kantons- und Gemeindesteuern – wie bei der Direkten Bundessteuer – nur noch die tatsächlichen Berufskosten beziehungsweise die entsprechenden Teilpauschalen in Abzug gebracht werden. Diese müssen detailliert deklariert werden. Die Gesamtpauschale von maximal Fr. 7'200.-- bei den Berufskosten wurde aufgehoben(s/auch --->hier)

  • Beschränkung des Abzuges für die Kosten des Arbeitsweges

    Ab 2016 können bei den Kantons- und Gemeindesteuern die Kosten für den Arbeitsweg nur noch bis maximal Fr. 6'700.-- in Abzug gebracht werden. Bei der Direkte Bundessteuer beträgt dieser Abzug neu maximal Fr. 3'000.--.

    Die Begrenzung des Fahrkostenabzugs ist aus verfassungsmässiger Sicht problematisch, weil sie in vielen Fällen zu einer Überbesteuerung führt. Wenn die zur Erzielung eines Lohneinkommens notwendigen Kosten nicht vollumfänglich zum Abzug zugelassen werden, wird im Ergebnis ein Einkommen besteuert, das gar nicht erzielt wurde.

  • Kinderrelevante Abzüge

    Eine weitere Änderung betrifft die Abzüge, die an den Kinderabzug anknüpfen (Versicherungsabzug, Abzug für Ausbildungskosten, Abzug für bescheidene Einkommen). Bei volljährigen Kindern stehen seit 2011 der Kinderabzug und die daran anknüpfenden zusätzlichen Abzüge allein demjenigen Elternteil zu, der Kinderalimente leistet. Der andere Elternteil, bei welchem das Kind wohnt, kann den Unterstützungsabzug geltend machen.

    Ab 2014 werden diese zusätzlichen Abzüge beiden Elternteilen je hälftig gewährt.

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